Pädagogik & Alltag

Kinder im Mittelpunkt ihres eigenen Lernens

Der pädagogische Alltag im Kinderladen orientiert sich an den Bedürfnissen, Interessen und dem individuellen Entwicklungstempo der Kinder.

Pädagogische Haltung

Unsere pädagogische Arbeit findet im täglichen Miteinander statt und orientiert sich an den Bedürfnissen, Interessen und dem individuellen Entwicklungstempo der Kinder. Eine vertrauensvolle Beziehung zu den Kindern ist die Grundlage unserer Arbeit, ebenso wie eine klare und offene Kommunikation. Durch regelmäßige Fortbildungen erweitern wir unsere fachlichen Kompetenzen. Dabei versuchen wir fortlaufend unsere Haltung sowie implizite Annahmen über die Kinder und die Welt, in der sie leben, zu reflektieren und anzupassen.

Wir bemühen uns, Genderstereotype zu vermeiden und offen für die individuellen Eigenschaften der Kinder zu sein. Unterschiedliche Interessen, Bedarfe und Fähigkeiten greifen wir auf und arbeiten damit, während wir gleichzeitig Impulse setzen, um den Kindern neue Erfahrungen zu ermöglichen. Der natürlichen kindlichen Neugier für den eigenen Körper geben wir Raum und greifen diese Themen altersgerecht, wertfrei und ohne Tabus auf. Dabei nutzen wir diese Auseinandersetzung, um über die Bedeutung eigener und fremder Grenzen zu sprechen und diese zu stärken. Ausführlicher
beschäftigen wir uns mit diesen Themen in unseren Konzepten zur Sexualpädagogik und zum Gewaltschutz, die wir stetig weiterentwickeln. Diversität verstehen wir als selbstverständlichen Teil der Lebenswelten von Kindern und als wertvolle Ressource. Wir begleiten Kinder erklärend und unterstützend im Umgang mit unterschiedlichen Familienkonstellationen sowie verschiedenen kulturellen Einflüssen.

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Pädagogik im Alltag

Vermittlung von Werten und Fähigkeiten im Alltag

Unsere pädagogische Arbeit findet im täglichen Miteinander statt und orientiert sich an den Bedürfnissen, Interessen und dem individuellen Entwicklungstempo der Kinder.

Empathie

…für die Anliegen anderer, indem wir bei Konflikten gemeinsam mit den Kindern eine Einigung suchen.

Umweltschutz

...leben und verstehen wir im alltäglichen Umgang mit Wasser, Strom und Müll.

Naturnähe

…erfahren wir in unserem eigenen Waldstück, im Garten, bei Begegnungen mit unseren „Leih-Hühnern“ sowie in der Farbwerkstatt mit Naturmaterialien.

Aufräumen, Kochen und Backen

…lernen wir gemeinsam in kleinen Projekten und im Alltag miteinander.

Gesundheit

...thematisieren wir im Zusammenhang mit Hygiene und gesundheitsbewusstem Verhalten – durch Gespräche, Bücher oder bei Besuchen der Zahnärztin – und üben die Abläufe gemeinsam ein.

Verkehrssicherheit

…ist bei unseren vielen gemeinsamen Unternehmungen ein wichtiges Thema und gehört selbstverständlich zu den Bereichen, die wir im Alltag vermitteln.

Diversität

…erfahren wir, indem wir Fragen der Kinder zu unterschiedlichen Lebensmodellen sowie kulturellen und familiären Hintergründen aufgreifen – im Alltag ebenso wie durch gezielte Angebote, etwa mit passenden Büchern. So versuchen wir, Vielfalt vorzuleben und als selbstverständlich erlebbar zu machen.

Demokratie

...lernen wir gemeinsam kennen: Indem wir Entscheidungen, etwa zu Essen oder Unternehmungen, so weit wie möglich gemeinsam mit den Kindern treffen, werden demokratische Grundprinzipien eingeübt und ihr Wert verdeutlicht. Aktuell arbeiten wir an der Entwicklung eines Kinderparlaments.
Der Tag beginnt mit einer ruhigen Ankommensphase, in der jedes Kind individuell begrüßt wird und Zeit hat, in seinem eigenen Tempo in den Alltag hineinzufinden. Übergänge von Zuhause in die Kita werden dabei achtsam begleitet. Zu Beginn des Tages gibt es Raum für erste Gespräche, ruhige Aktivitäten und einen wertschätzenden Austausch zwischen Eltern und pädagogischem Team. Gerne dürfen die Kinder in dieser Zeit auch ein vertrautes Spielzeug oder einen persönlichen Gegenstand von zu Hause mitbringen, der ihnen das Ankommen erleichtert.
Der Morgenkreis ist ein fester Bestandteil unseres Tagesablaufs und bietet den Kindern einen gemeinsamen Start in den Tag. In dieser ruhigen Runde kommen alle zusammen, tauschen sich aus und wir besprechen den Tag. Gerne singen wir Lieder, die den Jahreslauf begleiten. Ein immer wiederkehrender Kalender hilft den Kindern, Wochentage, Monate und Jahreszeiten besser zu verstehen und den Rhythmus des Jahres spielerisch zu erleben.
Gemeinsame Mahlzeiten strukturieren den Tagesverlauf und fördern Selbstständigkeit sowie Mitbestimmung. Die Kinder werden ermutigt, eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen. Rituale wie gemeinsames Aufräume oder kleine Dienste stärken dabei das Verantwortungsbewusstsein.
Im weiteren Tagesverlauf wechseln sich Freispielphasen mit angeleiteten Angeboten ab. Die Kinder können eigenständig spielen, sich zurückziehen oder kreativ tätig sein. Dabei steht es ihnen frei, eigene kreative Ideen umzusetzen oder sich an gemeinsamen Projekten wie z.B. der jahreszeitlichen Gestaltung der Räume, zu beteiligen. Das pädagogische Team begleitet diese Prozesse aufmerksam, gibt Impulse und unterstützt bei Bedarf, sodass sich jedes Kind mit seinen individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen einbringen kann.
Bewegung, Naturerfahrungen und kreative Angebote sind feste Bestandteile unseres Alltags. Regelmäßige Ausflüge in den Wald, unter anderem zu einem selbstgebauten Waldsofa, ermöglichen den Kindern intensive Naturerlebnisse und stärken ihre Verbindung zur Umwelt. Wöchentliche Bewegungsangebote wie gemeinsames Turnen zu Stärkung der Psychomotik, sowie kreative Projekte, etwa das Herstellen von Farben aus Pflanzen, fördern Körperwahrnehmung, Fantasie und Selbstwirksamkeit. Viele Aktivitäten finden bewusst in kleineren Gruppen statt, um Beziehungen zu vertiefen und das Selbstvertrauen der Kinder zu stärken.
Der Nachmittag ist bewusst ruhiger gestaltet, mit Zeit für freies Spiel, Gespräche und kleinere Angebote, sowie einem Snack. In dieser Zeit gilt ein Abholstopp für die Erziehungspersonen, damit die Kinder ohne Unterbrechungen zurück ins Spiel finden und den Tag in entspannter Atmosphäre ausklingen lassen können.
Ablauf

Ein strukturierter Tag mit Raum für Individualität

Klare und verlässliche Strukturen geben Kindern Orientierung und Sicherheit im Kita-Alltag. Wiederkehrende Abläufe und Rituale helfen ihnen, sich zurechtzufinden und den Tag als verlässlich und überschaubar zu erleben.
Eingewöhnung

Essen im Kinderladen

Gemeinsame Mahlzeiten sind ein fester Bestandteil unseres Alltags im Kinderladen. Sie bieten Raum für Genuss, Austausch und soziale Erfahrungen. Für unser gemeinsames Frühstück bringt jedes Kind eine zuckerfreie Mahlzeit von zu Hause mit, die wir durch frisches Obst, Gemüse, Milch, Tee und Wasser ergänzen.
Mittags erhalten die Kinder ein frisch zubereitetes, warmes Mittagessen von unserem Bio-Caterer Safran aus Gießen. Es wird mit frischen, vollwertigen Lebensmitteln aus kontrolliert-ökologischem Anbau, bevorzugt regional und saisonal, zubereitet – ohne Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder Gentechnik. Dabei stehen auch vegetarische Gerichte zur Auswahl. Wo möglich, werden die Kinder in die Auswahl der Speisen einbezogen, um ihre Mitbestimmung zu fördern und sie für gesunde Ernährung zu begeistern.
Auch bei allen weiteren Lebensmitteln achten wir darauf, möglichst in Bio-Qualität einzukaufen und verantwortungsvoll mit Lebensmitteln umzugehen. Am Nachmittag gibt es einen Snack mit verschiedenen Knabbereien sowie Obst und Gemüse.
Der aktuelle Speiseplan wird wöchentlich online bereitgestellt und regelmäßig aktualisiert.
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Öffnungszeiten

Betreuungszeiten

Unsere Kita ist von montags bis donnerstags von 7:30 bis 16:30 Uhr geöffnet.
Freitags schließen wir um 15:00 Uhr, an jedem letzten Freitag im Monat bereits um 13:30 Uhr.

Unsere Kita bleibt zwischen Weihnachten und Neujahr, in den letzten drei Wochen der Sommerferien (angelehnt an die hessischen Sommerferien) sowie an Brücken- und pädagogischen Tagen geschlossen. Diese werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Ablauf

Eingewöhnung

Der Beginn der Kindergartenzeit ist für Kinder und Eltern ein wichtiger Schritt. Eine einfühlsame und individuell gestaltete Eingewöhnung schafft die Grundlage für Vertrauen, Sicherheit und Wohlbefinden.
Wir sehen das Kind als aktiven Teil seiner Eingewöhnung: Es „gewöhnt sich ein“. Ziel ist der Aufbau neuer Bindungen zu den pädagogischen Fachkräften, die die Grundlage für unsere pädagogische Arbeit bilden.
Die begleitende Bezugsperson spielt dabei eine zentrale Rolle und kennt das Kind am besten. In enger Zusammenarbeit mit den Eltern gestalten wir den Start positiv und vertrauensvoll.
Eltern und Fachkräfte verstehen sich nicht als Konkurrenz, sondern als Partner. Eltern sind der sichere Hafen für das Kind, wir sind der sichere Hafen für die Eltern. Auch Eltern benötigen in dieser Zeit Unterstützung und Sicherheit.
Vor Beginn führen wir ein ausführliches Gespräch mit den Eltern. Dabei lernen wir das Kind kennen und klären wichtige Informationen wie Interessen, Allergien und Gewohnheiten.
Ziel ist es, eine gute Grundlage für einen gelungenen Start im Kinderladen zu schaffen. Bei Möglichkeit findet vorab ein Besuch in Begleitung einer Fachkraft aus der vorherigen Einrichtung statt.
In den ersten Tagen kommt das Kind für kurze Zeit in den Kinderladen und wird von einer Bezugsperson begleitet. Diese gibt Sicherheit, während das Kind die neue Umgebung erkundet.
Die pädagogische Fachkraft ist präsent, nimmt Kontakt auf und unterstützt das Kind beim Ankommen. Erste vorsichtige Trennungen werden behutsam erprobt und am Wohlbefinden des Kindes orientiert.
Das Kind fühlt sich zunehmend sicher, nimmt an Abläufen teil und öffnet sich für neue Spielsituationen.
Weitere pädagogische Fachkräfte werden zu Bezugspersonen, und das Kind bewegt sich zunehmend selbstständig im Alltag. Pflegerische Aufgaben werden nun von uns übernommen.
Das Kind ist nun nicht mehr auf die ständige Anwesenheit der Eltern angewiesen. Es hat eine
pädagogische Fachkraft als sicheren Hafen angenommen und lässt sich von ihr trösten.
Es kennt Abläufe, Regeln und Strukturen und beteiligt sich aktiv am Gruppengeschehen. Es orientiert sich in den Räumen, nutzt Angebote selbstständig und zeigt Interesse an anderen Kindern.
Sollte sich im Verlauf der Eingewöhnung zeigen, dass das Kind Schwierigkeiten hat, sich auf die neue Situation einzulassen, wird der Prozess gemeinsam betrachtet und angepasst. In solchen Fällen wird zusammen mit den Eltern nach Lösungen gesucht, die dem Kind Sicherheit geben und eine weitere behutsame Annäherung ermöglichen.
Nach der Eingewöhnung findet ein Auswertungsgespräch mit den Eltern statt. In diesem Gespräch wird der Verlauf gemeinsam reflektiert und es gibt Raum für Fragen, Rückmeldungen und einen gemeinsamen Austausch.
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